Zwölf Jahre alt ist die Geschichte des Fernheizkraftwerkes in Toblach. Heute zählt die Genossenschaft über 500 Mitglieder und versorgt ca. 1000 Haushalte mit Fernwärme. Außerdem wird Strom produziert, der abgesehen vom Eigenbedarf auf dem freien Strommarkt verkauft wird.
Bereits in den neunziger Jahren sucht Toblach nach einer umweltfreundlichen Energieversorgung. Als einer der kältesten Orte Südtirols und als Tourismusort hat die Gemeinde einen hohen Energiebedarf für Heizzwecke. Einzelfeuerungen und Schadstoffemissionen trugen dazu bei, die Planung einer Fernheizung mittels Hackschnitzeln voranzutreiben, zumal der umweltfreundliche Brennstoff aus den heimischen Wäldern bzw. von den Sägewerken in der Umgebung bezogen werden kann.
1994: Die Firma Tauernplan Consulting erstellt die Studie zur Errichtung eines Fernheizwerkes mit Biomasse. Die Ergebnisse bestätigen das Vorhaben.
16. November 1994: Die „Fernheizwerk Toblach Genossenschaft mit beschränkter Haftung“ wird gegründet.
12. Jänner 1995: Das Technische Büro per.ind. Alfred Jud wird mit der Gesamtplanung und Projektleitung beauftragt.
18. Mai 1995: Nach 220 Vorverträgen mit künftigen Wärmeabnehmern wird das Vorhaben in Angriff genommen.
27. November 1995: Pünktlich und planmäßig wird die erste Fernwärme geliefert.
Ende 1995: 180 Unterstationen sind montiert und 160 Abnehmer werden mit Fernwärme versorgt.
1996: Nach Beendigung des zweiten Bauloses beträgt die Anschlussdichte 70 %.
1997: Innichen diskutiert den Anschluss an das Fernheizwerk Toblach.
1997: Premio Nazionale Carnia Alpe Verde – Abete d’Argento
1998: Die Landesregierung gewährt den Beitrag für den Anschluss des Hauptortes Innichen an das Fernheizwerk Toblach.
26. Juni 1998: Arge Alp Umweltpreis 1998 in Bronze
20. August 1998: per.ind. Alfred Jud, Dr. Ing. Walter Sulzenbacher und Ing. Franz Heidolt nehmen die Planung in Angriff.
27. November 1998: ENEA – Premio Speciale 1998
Ende August 1999: Die Verlegung des Fernwärmenetzes in Innichen beginnt.
November 1999: Die ersten Innichner Privathäuser und Betriebe werden mit Fernwärme versorgt.
24. April 2001: Der erste gemeinsame Vorstand wird gewählt.
01. Februar 2002: Nachdem im Sommer 2001 über die Errichtung eines dritten Biomassekessels mit Stromproduktion diskutiert wurde, stellen Ing. Franz Heidolt und Ing. Robert Gabriel das Projekt zur Erweiterung des Fernheizwerkes vor.
22. April 2003: Im Beisein von Landesrat Dr. Michl Laimer wird der Grundstein für den Erweiterungsbau gelegt.
6. November 2003: Der neue Biomassekessel wird in Betrieb genommen. Zu den beiden bestehenden Biomassekesseln mit einer Leistung von je 4 MW erzeugt der neue Kessel 10 MW.
2. Dezember 2003: Das Fernheizwerk produziert mit dem 1,5 MW großen ORC-Modul zusätzlich Strom. Es ist das größte in Europa.
27. Oktober 2004: Die Vollversammlung genehmigt die neue Satzung, sowie eine neue Firmenbezeichnung: „Fernheizkraftwerk Toblach – Innichen Genossenschaft“
25. Juni 2005: Im neuen Gebäude des Fernheizkraftwerks wird der Schaugang eröffnet. Der Schaugang ist der erste seiner Art in Europa.